Liebe Leser,

der Bundestagswahlkampf 2013 hat die Wähler nicht gerade gefordert: Die Parteien haben sich zwar alle Mühe gegeben, neue Social Media-Strategien auszuprobieren, die inhaltliche Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen haben sie aber mehr oder weniger gescheut. Als Wahlberechtigter bleibt man nur wenige Tage vor der Wahl trotz zahlloser Wahlentscheidungshilfen etwas ratlos zurück. Manch einer mag sich angesichts dieses Angebots sogar fragen, ob man die Parteien für diesen Kurs auch noch mit der Abgabe seiner Stimme belohnen soll?

Eine Gewissensentscheidung, die für uns ganz klar zugunsten der repräsentativen Demokratie ausfällt! Damit unterstützen wir all diejenigen, die den Mut haben, ihre politische Meinung auch öffentlich zu verteidigen, die ihre Freizeit investieren, um andere für politische Ideen zu begeistern, die unser Gemeinwesen mitgestalten wollen und sich nicht ins Private zurückziehen – und dafür auch zurecht das eine oder andere Privileg genießen.

Und, falls es angesichts immer knapper werdender Wahlausgänge (außer in Bayern) immer noch Menschen gibt, die sagen „Was zählt schon eine einzelne Stimme?“, die verweisen wir auf die Wackel-Wahlkreis-Übersicht von Spiegel Online oder wahlweise an die Oppositionsbewegungen in Transformationsländern. Wie schön ist es doch, dass wir hier an diesem Sonntag einfach unser Kreuzchen machen dürfen!

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Ihre
Dr. Sandra Busch-Janser
Geschäftsführende Vorsitzende polisphere e.V.